Die Crea-Studie, die sich mit den Perspektiven des Sektors in Bezug auf den Weinbau und die Herausforderungen der neuen GAP zwischen Nachhaltigkeit und Markt befasst, liefert uns ein sehr informatives Dokument, das wir veröffentlichen. Die Crea-Forschung ist einerseits auf die Charakterisierung unserer Trauben und Weine in Bezug auf Qualität und Typizität ausgerichtet, andererseits auf Nachhaltigkeit und die Digitalisierung der Lieferkette und der Produktion.

Die Zahlen sprechen für sich: mehr als 652 Tausend Hektar Weinanbaufläche, ein Gesamtanteil von etwa 5 % an der nationalen landwirtschaftlichen Fläche, ein Anteil von mehr als 10 % am Wert der landwirtschaftlichen Produktion (von den landwirtschaftlichen Betrieben erzeugter Wein und an die Verarbeitungsbetriebe verkaufte Trauben) und 14 % der gesamten italienischen Agrar- und Lebensmittelexporte machen den Wein zu einem der wichtigsten Produkte der italienischen Agrar- und Ernährungswirtschaft und zu einem Symbol des Made in Italy in der ganzen Welt. Die Verabredung mit der neuen GAP bietet dem italienischen Weinbau mehrere Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit der gesamten Kette, vom Weinberg bis zum Glas, zu erhöhen, ohne die Qualität und Typizität zu opfern, die unseren Wein auf dem Weltmarkt ausgezeichnet haben.

In den kommenden Monaten wird Europa ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Entwicklung einer zunehmend grünen Wirtschaft vorlegen, die auf die biologische Vielfalt achtet und die Umweltverschmutzung reduziert, um einen fairen und integrativen Übergang zu ermöglichen, der die ökologischen Herausforderungen in Chancen für Wachstum und Entwicklung umwandelt. Die Strategie "Vom Bauernhof zum Teller" ist ein Beispiel für die Stärkung der Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen, sowohl durch die Verringerung ihres ökologischen Fußabdrucks und die Verbesserung der Energieeffizienz als auch durch die Verbesserung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit gesunder und nachhaltiger Lebensmittel. Die Weinversorgungskette fügt sich in diesen Rahmen ein, und zwar sowohl dank der traditionellen Zertifizierungssysteme (g.U./g.g.A., Bio) als auch dank der neueren öffentlichen und privaten Nachhaltigkeitszertifizierungen (V.I.V.A. und Equalitas), die durch die kürzlich erfolgte Einführung eines einheitlichen nationalen Nachhaltigkeitsstandards, der von Mipaaf angestrebt wird, noch verstärkt werden .

Die Forschung der Crea ist einerseits auf die Charakterisierung unserer Trauben und Weine in Bezug auf Qualität und Typizität und andererseits auf die Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Lieferkette und der Produktionausgerichtet. In diesem Sinne spielt die Technologie eine wichtige Rolle bei der Anpassung der Reben an die Auswirkungen des Klimawandels, dank der immer fortschrittlicheren Innovationen, die durch die digitale Landwirtschaft, Sensoren, Entscheidungsunterstützungssysteme und Robotik zur Verfügung stehen. Und Crea ist in diesen Bereichen sehr aktiv, dank des Agridigit-Projekts, das von Mipaaf und anderen europäischen und regionalen Psr-Projekten finanziert wird. Im Rahmen des (ebenfalls von Mipaaf finanzierten) Biotech-Projekts befasst sie sich außerdem mit der Entwicklung biotechnologisch-grüner Produkte und der Charakterisierung von Rebstöcken hinsichtlich ihrer Resistenz gegen die wichtigsten Krankheitserreger (Falscher Mehltau und Echter Mehltau), Wasserstress bei den Unterlagsreben und Qualitätsaspekten (Aroma moscato, Kernlosigkeit bei Tafeltrauben, frühe oder späte Reifung zur Anpassung an den Klimawandel).

Darüber hinaus führt die Organisation die klassische genetische Verbesserung durch, indem sie multiresistente Pflanzen von Zehntausenden von italienischen Rebsorten (Glera, Sangiovese, Primitivo, Malvasie) gewinnt, typische Rebsorten charakterisiert und die gesamte mediterrane Artenvielfalt wiederherstellt. Schließlich arbeiten wir im Hinblick auf eine Kreislaufwirtschaft an der Rückgewinnung und Aufwertung von Weinbergs- und Kellerabfällen für die Herstellung alternativer Produkte (Kosmetika, Pharmazeutika, Nutrazeutika, Medizin).

Link zum vollständigen Dokument (Pressemitteilung - Quelle: Federdoc / Crea)